Fasching, Karneval & Fastnacht - Wann ist das?

Die Faschingszeit wird auch als fünfte Jahreszeit bezeichnet. Gemeint ist, dass die Faschingszeit eine ganz besondere Periode im Jahreslauf darstellt. Viele der sonst üblichen sozialen Regeln des Alltags gelten nicht mehr und es herrscht eine Art Ausnahmezustand. In dieser Zeit ist für viele Abstinenz und Arbeit ein Fremdwort und somit unterscheidet sich die fünfte Jahreszeit schon vom Rest des Jahres.

Gibt es zur Faschingszeit eigentlich Schulferien? Termine im Überblick: Schulferien in Deutschland oder Schulferien in Europa.

  2016 2017 2018
Weiberfastnacht 04.02. 23.02. 08.02.
Rosenmontag 08.02. 27.02. 12.02.
Faschingsdienstag 09.02. 28.02. 13.02.
Aschermittwoch 10.02. 01.02. 14.02.

Schon in der frühchristlichen Zeit forderte die katholische Kirche ihre Gläubigen zum Fasten auf. Neben der bekannteren 40-tägigen Fastenzeit vor Ostern gibt es traditionell eine zweite, ebenfalls 40-tägige Fastenzeit. Diese reicht vom 12. November bis zum Heiligabend. Vor dieser Fastenzeit liegt der Gedenktag zu Ehren des Heiligen Sankt Martin. Gefeiert wird er am 11. November, an dem traditionell eine Gans verspeist wird, ehe am nächsten Tag die Fastenzeit beginnt.

Warum feiern wir Fasching?

Die Zeit vor der sechswöchigen Fastenzeit vor Ostern wird mit unterschiedlichen Bräuchen gefeiert. Sie beginnt am Aschermittwoch und dient zur Vorbereitung auf das Osterfest. Je nach Region spricht man von Fasching, Fastnacht, Fasenacht, Fasteleer, Fastelovend oder Karneval.
Der eigentliche Höhepunkt der Faschingszeit ist die Woche vor Aschermittwoch. Im schwäbisch-alemannischen Raum, im Süden Deutschlands, spricht man vom schmotzigen Donnerstag, wo Fasnetsküchle, in Fett gebackenes Hefegebäck, gereicht wird. Hauptsächlich im Rheinischen wird die Weiberfastnacht gefeiert. Am Donnerstag vor Rosenmontag übernehmen die die Frauen symbolisch die Macht, stürmen das Rathaus und schneiden allen Männern die Krawatten ab und läuten symbolisch den Beginn des Straßenkarnevals ein.

An den folgenden Tagen, die als Nelkensamstag, Tulpensonntag, Rosenmontag und Veilchendienstag bezeichnet werden, finden vielerorts Faschingsumzüge statt. Aufwändig gestaltete Fest- und Motivwagen mit riesigen Figuren weisen satirisch, ironisch und auch komisch auf Missstände hin. Der Phantasie und Kreativität sind bei den Faschingskostümen keine Grenzen gesetzt. In manchen Gegenden sind Kostüme von der Stange allerdings verpönt. Der Schlachtruf Alaaf ist hauptsächlich in Köln, Aachen, Bonn und Leverkusen zu hören. In den meißten Gegenden, hauptsächlich aber in Mainz und Düsseldorf, ist Helau der gebräuchlichste Schlachtruf.

Der Rosenmontag ist für viele "Jecken" der wichtigste Tag. Er stellt den karnevalistischen Höhepunkt dar, an dem die längsten und wichtigsten Karnevalsumzüge stattfinden. Es ist auch der Tag, wo die großen Prunksitzungen in den Karnevalshochburgen stattfinden, die wie die Karnevalsumzüge auch im TV übertragen werden. Der folgende Tag ist der Veilchendienstag, an dem noch einmal so richtig gefeiert und geschlemmt werden darf. Manchmal wird der Dienstag auch als fetter Dienstag bezeichnet. Diese Beschreibung bringt zum Ausdruck, dass nach diesem letzten Tag des Karnevals die fünfte Jahreszeit vorbei ist und am Aschermittwoch die 40-tägige Fastenzeit beginnt.

Alle Angaben ohne Gewähr!

Autor: Ferien Feiertage