Pfingsten 2016 - Informationen und Termin 2016

  bundesweit arbeitsfrei? 2016 2017 2018
Pfingstsonntag Pfingstsonntag 2016 15.05. Pfingstsonntag 2017 04.06. Pfingstsonntag 2018 20.05.
Pfingstmontag ja Pfingstmontag 2016 16.05. Pfingstmontag 2017 05.06. Pfingstmontag 2018 21.05.

Pfingsten 2016 findet am 15.05. (Pfingstsonntag) und 16.05. (Pfingstmontag) statt. Da das Datum des Pfingstfestes an Ostern 2016 ausgerichtet wird,befindet sich Pfingsten 2016 in der Mitte des Rahmens der theoretisch möglichen Termine. Der Ostersonntag liegt am 27. März, der Pfingstsonntag dementsprechend 49 Tage später am 15. Mai.

Es ist ein bundesweiter Feiertag, welcher in sämtlichen Bundesländern an den gleichen Tagen stattfindet. Da es sich um einen gesetzlichen Feiertag handelt, ist an Pfingstmontag 2016 generell schulfrei und in den meisten Branchen auch arbeitsfrei.

  • der Samstag gehört nicht zum offiziellen Pfingstfest und ist daher in der Regel verkaufsoffen
  • Eltern mit schulpflichtigen Kinder finden hier die Termine für die Pfingstferien 2016
Pfingsten - Berechnung des Pfingstdatums

Pfingsten - Berechnung des Pfingstdatums

Jedes Jahr stellt sich die Frage: „Wann ist Pfingsten?“. Die Antwort hierauf hängt auch bei Pfingsten 2016 vom Datum der Osterfeiertage ab. Ursprünglich bedeutete Pfingsten im griechischen „der fünfzigste Tag“. Dies trifft auch heute noch wortwörtlich zu, da es 50 Tage nach Ostern stattfindet. Daher liegen die Pfingstfeiertage zumeist im Mai oder Juni eines Jahres - genau genommen zwischen dem 10. Mai und dem 13. Juni. Sie sind heute gesetzliche Feiertage in Deutschland und vielen anderen Ländern. Auch der Termin von Himmelfahrt 2016 wird anhand des Osterdatums berechnet.

Öffnungszeiten zu Pfingsten 2016

Öffnungszeiten zu Pfingsten 2016

Bei Pfingsten 2016 handelt es sich um zwei gesetzliche Feiertage handelt. Aufgrund dessen sind Läden und Geschäfte sowohl am Pfingstsonntag als auch am Pfingstmontag üblicherweise geschlossen. Dies gilt für alle Bundesländer. Ausnahmen können zu Pfingsten 2016 für solche Geschäfte gelten, für welche gesonderte Öffnungszeiten typisch sind, wie beispielsweise Bahnhöfe, Tankstellen, Apotheken und Blumenläden.

Kalender

Kalender

Pfingsten 2016: 15.05. / 16.05.
Pfingsten 2017: 04.06. / 05.06.
Pfingsten 2018: 20.05. / 21.05.
Pfingsten 2019: 09.06. / 10.06.
Pfingsten 2020: 31.05. / 01.06.
Pfingsten 2021: 23.05. / 24.05.
Pfingsten 2022: 05.06. / 06.06
Pfingsten 2023: 28.05. / 29.05.
Pfingsten 2024: 19.05. / 20.05.

Alle Angaben ohne Gewähr!

Welche Bedeutung und welchen geschichtlichen Hintergrund hat Pfingsten?

Welche Bedeutung und welchen geschichtlichen Hintergrund hat Pfingsten?

Pfingsten wird als christliches Fest jüdischen Ursprungs 50 Tage nach Ostern gefeiert und ist gleichzeitig der Abschluss der Osterzeit. Die erste Erwähnung als christliches Fest stammt aus dem Jahr 130 nach Christi Geburt. Pfingsten wird als Fest des Heiligen Geistes bezeichnet und ist nach Weihnachten und Ostern das dritte Hauptfest des christlichen Kirchenjahres. Die Bezeichnung bzw. der Name Pfingsten geht auf das griechische Wort "pentekoste" (der fünfzigste) zurück, denn seit etwa dem 4.Jh. wird das Pfingstfest fünfzig Tage nach dem Ostersonntag begangen. Davor wurden Pfingsten und Christi Himmelfahrt zeitgleich gesetzt, bevor sich daraus zwei eigenständige Feiertage entwickelten.

Das Neue Testament der Bibel erklärt im 2. Kapitel der Apostelgeschichte, dass sich zum jüdischen Fest Schawuot viele Besucher in der Stadt Jerusalem aufhielten. Auch aus vielen anderen Ländern des damaligen römischen Reiches waren Leute gekommen, um die Feierlichkeiten zu erleben. Das jüdische Fest Schawuot gehört zu den Hauptfesten des Judentums. Auf diesem Fest, das am fünfzigsten Tag nach Ostern bzw. Pessach stattfindet, wird die Offenbarung der Thora an das Volk Israel gefeiert. Gleichzeitig war es auch ein Erntedankfest, an dem der Abschluss der Weizenernte gedacht wurde. Das 2. Kapitel der Apostelgeschichte berichtet weiter, dass auch alle Jünger Jesu in Jerusalem versammelt waren und der Heilige Geist auf sie herab kam, wie es Gott versprochen hatte:

Apg 2,1-4

Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle an einem Ort beieinander. Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen zerteilt, wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen, und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an, zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.

Die Fähigkeit der Jünger Jesu, in anderen Sprachen zu sprechen, wird als „Pfingstwunder“ beschrieben und erstaunte die vielen Besucher in Jerusalem. Sie konnten endlich verstehen, was Gott Großes getan hatte. Die Entsendung des Heiligen Geistes an Pfingsten ist der Ausgangspunkt für das weltweite missionarische Wirken der Jünger Jesu. Die Anhänger des christlichen Glaubens ließen sich taufen und trafen sich fortan regelmäßig in ihren Gemeinden, um mehr über Jesus und den Weg zu Gott zu erfahren. Sie feierten miteinander und waren wie eine große Familie. Somit wird Pfingsten in der christlichen Tradition als Gründung der Kirche verstanden.

Was hat es mit Pfingstsonntag und Pfingsmontag auf sich?

Was hat es mit Pfingstsonntag und Pfingstmontag auf sich?

Aus religiöser Sicht wird zu Pfingsten an das Kommen des Heiligen Geistes erinnert und zugleich der Abschluss der Osterzeit gefeiert. Wie Weihnachten und Ostern ist auch das Pfingstfest ein christliches Hochfest mit zwei aufeinander folgenden Feiertagen. Mancherorts wird das Pfingstfest auch von Samstag bis Dienstag gefeiert. In der orthodoxen Kirche wird hauptsächlich am Pfingstmontag des Erscheinen des Heiligen Geistes gedacht.

Für manche Menschen ist es ein Fest der Familie und viele Gläubige, die sonst nicht so regelmäßig in die Kirche gehen, besuchen an den Pfingsttagen die Gottesdienste. Aus nichtreligiöser Sicht bietet Pfingsten durch den arbeitsfreien Montag ein verlängertes Wochenende. Spielt das Wetter mit, wird es für Ausflüge, Spaziergänge oder Fahrradtouren genutzt. In einigen Bundesländern gibt es auch Pfingstferien, die sich für Kurzreisen gut nutzen lassen.

Eine Besonderheit birgt die Nacht vom Pfingstsonntag zum Pfingstmontag. Sie gilt in einigen Regionen auch als Bosheitsnacht oder Unruhnacht und bringt wie die Hexennacht auch negative Ereignisse mit sich. Unbefestigte Dinge werden ausgetauscht oder mit Cremes und Flüssigkeiten beschmiert. Um den Streichen vorzubeugen, empfiehlt es sich, Gartenmöbel, Fahrräder, Mülltonnen und Ähnliches anzuketten.

Welche Bräuche und Veranstaltungen gibt es zu Pfingsten?

Welche Bräuche und Veranstaltungen gibt es zu Pfingsten?

Im Gegensatz zu Ostern und Weihnachten haben sich zu Pfingsten relativ wenig Bräuche erhalten. Es gibt sie aber und werden teilweise besonders religiös gefeiert.

Der Pfingstochse

Der Ochse hat sich im Zusammenhang mit Pfingsten einen besonderen Namen gemacht. In vielen Gegenden war es Tradition, zur Pfingstzeit das Vieh das erste Mal auf die Weide zu treiben. In einer feierlichen Prozession wurde das Vieh, angeführt von dem schönsten und kräftigsten Ochsen, durch die Straßen und über die Felder geführt. Der Pfingstochse wurde festlich mit Blumen, Stroh, Bändern, Glocken und Kränzen geschmückt. So entstand auch die Redensart "herausgeputzt wie ein Pfingstochse".

Eine andere Auslegung stammt aus früheren Zeiten. Bis ins 19. Jh. war es in ländlichen Gegenden Brauch, daß die Metzger zu einem Pfingstessen zusammenkamen. Aus diesem Anlaß war es üblich, dass der prächtig geschmückte Pfingstochse, der die Prozession angeführt hatte, geschlachtet wurde und sein Ende auf der Schlachteplatte fand. Angenommen wird, dass dieser Brauch von den alten Germanen entlehnt wurde, die mit der Darbringung eines Tieropfers den Beginn des Sommers begrüßt haben.

Die Pfingsttaube

Ein mittelalterlicher Brauch war das Heilig-Geist-Schwingen. Seit dem 6.Jh. wurde eine Taube zum Symbol des Heiligen Geistes und damit auch für Pfingsten. So war es Brauch, lebende Tauben in der Kirche freizulassen, eine hölzerne Taube über den Köpfen kreisen zu lassen oder eine hölzerne Taube aus einer Öffnung im Kirchendach herabzulassen. Die Taube wurde mit Weihrauch und Gebeten empfangen und je tiefer die Taube schwebte, vergrößerten sich die Schwingungen. Dieser Brauch wird heute aber nicht mehr gepflegt. In einigen Regionen kennt man nur noch das Basteln von Pfingsttauben aus Papier oder Holz.

Das Pfingstreiten

Das Pfingstreiten entstand aus einem uralten Brauch. Nach dem vorjulianische römischen Kalender begann am 1. März das neue Jahr. Dieser Tag war im römischen Reich der Tag der Truppenschau. Nördlich der Alpen konnte man dieses Ereignis nicht am 1. März begehen, da es hier noch Winter war. Pippin III. ( 751-768) legte im Jahr 755 fest, dass die Heerschau auf den 1. Mai verlegt wird. Die Kirche versuchte, diese Feierlichkeiten in den religiösen Festkreis einzubeziehen und so wurde das Ereignis nach und nach auf Pfingsten verlagert. Die an den Heerschauen stattfindenden Turniere mit Ring- und Kranzstechen, Wettreiten und Kämpfe von Mann gegen Mann war der Kirchenobrigkeit ein Dorn im Auge. Papst Clemens V. (1305 - 1314) verbot sie 1313 unter Androhung des Verbots der kirchlichen Beisetzung. So wandelten sich die Heerschauen in Reiterprozessionen und Umritte um. Zu de größten und berühmtesten Pfingstritten zählt der Pfingstritt zu Kötzting.

Brunnenfest

Vielerorts findet zu Pfingsten ein Brunnenfest statt. Diese Tradition reicht wie andere Bräuche auch bis in die vorchristliche Zeit zurück und ist geprägt von Fruchtbarkeitskulten und der beginnenden Sommerzeit. Die Dorfbrunnen werden bereits am Pfingstsonnabend festlich mit Blumen und Birkenstämmchen geschmückt, mit bunten Bänder behängt und mit ausgeblasenen und bemalten Eiern behängt. Eine andere Tradition im Zusammenhang mit dem Dorfbrunnen ist, dass ein junger Bursche oder auch eine Strohpuppe in den Brunnen getaucht wird.

Pfingstveranstaltungen

Früher wurde das Pfingstfest in größerem Umfang gefeiert. Zahlreiche Bräuche sind leider verloren gegangen, aber auch heute gibt es noch mancherorts eine traditionsreiche Pfingstkirmes. Es werden Buden, Stände und Karussells aufgebaut und Jahr für Jahr kommen neue Fahrgeschäfte dazu. Bei anderen Kirmesveranstaltungen zu Pfingsten wird den Besuchern ein buntes Musik- und Showprogramm mit Tanzgruppen und Showbands geboten. Oftmals bildet ein großes Feuerwerk den krönenden Abschluß der Feierlichkeiten. Auch von Sportvereinen werden die Pfingsttage für Sportfestee oder Turniere genutzt.

In welchen Bundesländern sind Pfingstferien üblich?

In welchen Bundesländern sind Pfingstferien üblich?

In Deutschland ist neben Weihnachten und Ostern auch Pfingsten ein "doppelter" Feiertag. Es gibt neben dem Pfingstsonntag den Pfingstmontag, der in allen Bundesländern Deutschlands ein gesetzlicher Feiertag ist. Pfingstferien gibt es nur in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt. In den Bundesländern Hessen und Saarland gibt es keine Pfingstferien und den übrigen Bundesländern gibts es nur jeweils vor und/oder nach dem Pfingstfest einen freien Tag.

Wird Pfingsten auch in anderen europäischen Ländern gefeiert?

Wird Pfingsten auch in anderen europäischen Ländern gefeiert?

Welche Besonderheiten gibt es?

Ebenso wie in Deutschland ist auch in Österreich, Frankreich, Belgien, Luxemburg, Liechtenstein, Island und Dänemark der Pfingstmontag ein gesetzlicher Feiertag. Das gilt auch für weite Teile der Schweiz und für Ungarn. In Italien, Estland und Finnland wird nur der Pfingstsonntag begangen. Eine Besonderheit gilt für Griechenland. Dort wird neben dem Pfingstsonntag auch der Pfingstmontag gefeiert, allerdings hauptsächlich von den orthodoxen Gläubigen.

Welche Bauernregeln gibt es zu Pfingsten?

Welche Bauernregeln gibt es zu Pfingsten?

Bauernregeln sind überlieferte, auf regionaler Erfahrung beruhende, einfache Wetterregeln.

  • Die Pfingsten naß, wünsch dir das
  • Nasse Pfingsten, fette Weihnachten
  • Wenns zu Pfingsten regnet, ist die Erde wohl gesegnet
  • Regnets am Pfingstmontag, so regnets noch sieben Sonntag
  • Helle Pfingsten, dürre Weihnachten
  • Pfingstregen bringt Weinsegen
  • Mitte Mai ist der Winter vorbei
  • Trockener Mai - Juni naß, ist die Regel, merk dir das
  • Ist im Jänner Schnee und Eis, ist`s zu Pfingsten sicher heiß
  • Regnet es an Pfingsttag, dann bringt es Plag
  • Wenn's am Tag vor Ostern regnet, es sich erst nach Pfingsten legt
  • Wenn es zu Pfingsten regnet, wird keine Frucht gesegnet
  • Ein Wind, der von Ostern bis Pfingsten regiert, im ganzen Jahr sich wenig verliert

Nicht ganz enst gemeint sind:

  • Ist´s an Ostern schön und warm, kommt die Verwandtschaft und frißt dich arm.
  • Ist´s an Pfingsten schön und heiter, kommen´s wieder - und fressen weiter!
  • Ein Pfingstochse, der nicht läuft, ein Pfingstbursche, der nicht säuft,
  • Wenn die Alten schlimmer sind als die Jüngsten, dann ist Pfingsten
Welche Sprüche / Sprichwörter gibt es zu Pfingsten?

Welche Sprüche / Sprichwörter gibt es zu Pfingsten?

Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832)
Pfingsten, das liebliche Fest, war gekommen; es grünten und blühten
Feld und Wald; auf Hügeln und Höhn, in Büschen und Hecken
Übten ein fröhliches Lied die neuermunterten Vögel;
Jede Wiese sproßte von Blumen in duftenden Gründen,
Festlich heiter glänzte der Himmel und farbig die Erde.

Joachim Ringelnatz (1883-1934)
Ein Pfingstgedichtchen will heraus ins Freie, ins Kühne.
So treibt es mich aus meinem Haus ins Neue, ins Grüne.
Wenn sich der Himmel grau bezieht, mich stört's nicht im geringsten.
Wer meine weiße Hose sieht, der merkt doch: Es ist Pfingsten.
Nun hab ich ein Gedicht gedrückt, wie Hühner Eier legen,
und gehe festlich und geschmückt - Pfingstochse meinetwegen - dem Honorar entgegen.

Max von Schenkendorf
Du bist nicht ganz von uns geschieden,
Du nimmst dich unser ewig an,
Dein großes Herz ist nicht zufrieden
Mit allem, was es schon getan.

Du hast den Tröster uns gesendet,
Den scharfen, reinen, klaren Geist,
Der Licht und Trost und Wahrheit spendet,
Und deine Zukunft uns verheißt.

O, jede Seele sei ihm offen,
Dem werten, gottgesandten Freund,
Er stärke unser liebend Hoffen,
Bis der Geliebte selbst erscheint.

Theodor Fontane (1819-1898)
Der Pfingsttag kennt keinen Abend,
denn seine Sonne, die Liebe, geht nie unter.

Johann Wolfgang von Goethe, (1749-1832)
Pfingsten, das liebliche Fest, war gekommen;
es grünten und blühten Feld und Wald;
auf Hügeln und Höhn, in Büschen und Hecken
übten ein fröhliches Lied die neu ermunterten Vögel.

Zitate über Pfingsten finden sich auf Wikiquote.

 

weitere Informationsquellen zum Fest:

Wortbedeutung von Pfingsten bei Wiktionary